Sprachkompetenz: IT fördert Chancengleichheit in Kitas und Grundschulen

„Chancengleichheit: mangelhaft!“, diese unbefriedigende Note stellt die heute veröffentlichte Internationale Grundschul-Leseuntersuchung (IGLU 2011) den deutschen Grundschulen aus. Auch wenn die Leistungen deutscher Grundschüler beim Lesen und Rechnen im internationalen Vergleich gut aussehen, hakt es nach wie vor bei der Bildungsgerechtigkeit. In kaum einem anderen vergleichbaren Land der Welt ist der Schulerfolg so stark von Herkunft und Vorbildung der Eltern abhängig wie in Deutschland. Besonders die Lesekompetenz ist hierzulande eng gekoppelt mit der sozialen Situation der Elternhäuser. Daran hat sich in den letzten zehn Jahren nichts verändert. Schüler aus bildungsfernen Familien und Migrantenkinder, die nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, haben im deutschen Schulsystem und damit auch im späteren Berufsleben geringe Chancen. Lehrkräfte sehen in Deutschland bei über 23 Prozent der Schülerinnen und Schüler einen Leseförderbedarf, allerdings würden lediglich 10,7 Prozent diesen auch erhalten (IGLU 2011).

Eine Herausforderung, die bekannt ist: 85 Prozent der deutschen Grundschullehrer sind der Meinung, dass Kinder schon in der Kita stärker als bisher sprachlich gefördert werden müssen, so das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von Microsoft. IT eröffnet neue Möglichkeiten einer kindgerechten und intuitiven Wissensvermittlung besonders im Bereich der Sprachentwicklung. Microsoft Deutschland unterstützt daher bereits seit 2003 Kindertagesstätten in Deutschland unter der Schirmherrschaft des Bundesfamilienministeriums mit der Schlaumäuse-Sprachlernsoftware.

„IGLU zeigt, dass wir immer noch wichtige Ressourcen für unsere Wissensgesellschaft einfach verschenken, indem wir besonders Kinder mit Migrationshintergrund und aus bildungsfernen Schichten nicht ausreichend fördern, um ihnen einen guten Start in ihre Schullaufbahn zu ermöglichen“, sagt Henrik Tesch, Leiter Politik und Gesellschaftliches Engagement bei Microsoft Deutschland. „Es ist bekannt, dass sprachliche Fähigkeiten besonders im Kleinkindalter ausgebildet werden. Den Kindergärten fällt hier also ein besonderer Bildungsauftrag zu. Für über 7.000 Kindergärten in Deutschland sind die Schlaumäuse daher bereits ein wichtiger Baustein in ihrem Sprachförderprogramm.“

Die im November 2012 vorgestellte neue Version der Schlaumäuse-Software steht kostenfrei für Kindertageseinrichtungen und Grundschulen als Windows Store App, als Desktop Version zum Download und Nutzung unter Windows 7 sowie als Web-Applikation zur Nutzung im Browser bereit. Interessierte Einrichtungen können sich unter http://www.schlaumaeuse.de/Fuer_Kitas/Ueberblick/997_Software_Versionen.htm registrieren. Zwei Übungsformate der neuen Schlaumäuse können auch ohne Zugangscode kostenlos über den Windows Store heruntergeladen werden.

Weitere Informationen zur Microsoft-Initiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“  finden Sie hier: http://www.microsoft.com/germany/newsroom/pressemappe.mspx?id=26

Viele Grüße Arnd Rößner

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